Samstag, 12. Oktober 2013

Wenn ich träumen würde..

Wenn ich wüsste, dass ich gerade träumen würde, würde ich jetzt einfach alles tun, wozu ich Lust hätte.
Ich würde nach draußen gehen, in irgendwelche Clubs und wildfremde Leute ansprechen, mich zusaufen und einfach jeden Scheiß machen, den ich möchte.
Ich würde mit aller Kraft mir vorstellen, wie ich gerne aussehen würde, denn in Träumen kann man alles verändern.
Ich würde richtig richtig hübsch, schlau und lustig werden. Und dann einfach alles machen.

Wenn ich träumen würde, würde ich IHN einfach anschreiben, und mich mit ihm treffen.
Und dann würde ich mir irgendein Ticket kaufen und hier wegfliegen.
Weg aus Deutschland, weg aus Jena, weg von all dem Stress und all den Problemen.
Mit ihm an meiner Seite.
Ich würde unglaublich viel Geld haben und mir eine Nobelsuit kaufen.
Ich würde anfangen zu schreiben und nie wieder damit aufhören. Einfach die ganze Zeit schreiben und damit viel Kohle machen.
Dann würde ich mir einen riesigen Garten kaufen, Studieren, worauf ich Bock hab und die ganze mit ihm an meiner Seite.
Oder vielleicht finde ich auch jemand anderen! Jemand, den ich sofort anspreche. Zu dem ich sofort passe.
Ich würde lauter Scheiße bauen. Und richtig viel Spaß haben.
Ohne Nachzudenken.

Denn wenn man träumt, kann man einfach aufwachen. Aufwachen und denken, dass nichts passiert ist, wenn der Traum ein schlechtes Ende genommen hat.
Wenn Er nichts mit dir zu tun haben will. Wenn man überfallen wird, oder das Flugzeug abstürzt, und man stirbt.
Wenn auf einmal lauter Probleme auf einen zurollen.
Wenn man alles bereut, was man getan hat.
Man kann einfach aufwachen.
Wenn man träumt.

Nur träume ich nicht.



Freitag, 23. August 2013

Schulanfang

Meine Geschwister werden eingeschult :)
Die freuen sich jetzt riesig drauf. Endlich schreiben, rechnen und lesen lernen!!
Wer wollte das nicht am Anfang? Aber ganz ehrlich: Schreiben und lesen hätte mir gereicht.
Schreiben und lesen kann man irgendwann, aber rechnen klingt erst mal simpel und wenig... und am Ende ist es mehr als man sich je vorstellen konnte.
Welches Schulkind denkt an seinem Schulanfang eigentlich daran, dass es noch 12 weiter Jahre rechnen muss!! und das nicht mit dem kleinen Ein mal Eins endet.
Kein Schulkind ist darauf vorbereitet! War ich auch nicht.;)
Ich werde jedenfalls ziemlich melancholisch wenn ich daran denke, wie meine erste Klasse war.
An die Einschulung erinnere ich mich nicht mehr so genau. Nur noch an das dringende Bedürfnis die Zuckertüte aufzureißen. Aber an meinen ersten Schultag noch ziemlich genau.
Meine Aufregung, und dann mein Namensschildchen auf dem Tisch :3
Ich war der absolute Streber in der 1. Klasse. Ich war so begeistert davon, alles zu lernen... Ich weiß nicht genau, wann ich diese Begeisterung verlor.
Das schönste an der Grundschule aber war eigentlich, dass ich schon damals angefangen habe viel zu schreiben. Ich schrieb immer die längsten und ideenreichsten Geschichten. Immer wenn ich daran zurück denke, schalte ich mich dafür, dass ich das Schreiben in letzter Zeit so liegen gelassen habe.
Mathe mochte ich schon in der ersten Klasse nicht so doll. Vor allem aber deswegen, weil ich nicht so gut darin war. Nicht so gut wie in Deutsch jedenfalls.
Naja. Erste Klasse war schon irgendwie wundervoll :D


Montag, 1. Juli 2013

Leben

Es ist komisch. In letzter Zeit hab ich immer wieder darüber nachgedacht, ob ich ein schönes Leben habe. Ob andere ein schönes Leben haben.
Vielleicht liegt es daran, dass wir soviel in der Schule drüber geredet haben, vielleicht daran, dass ich auf einmal sooft mit Menschen konfrontiert werde, die traurig über ihr Leben sind. Vielleicht auch daran, dass ich so viel Stress hatte, nicht nur was Schulisches betrifft, sondern auch öfter mit meinen Freunden.
Naja, auf einmal stellt sich sein eigenes Leben vor einem und man schaut es an und überlegt, ob es gut ist. Ob es besser sein könnte.
Ich war daraufhin sehr der Meinung, dass mein Leben im Grunde fürn Arsch ist. Dass ich mir eigentlich ein besseres, schöneres Leben wünsche, mehr Spaß, mehr Erfolg, einfach mehr Positives.
Doch als dann der Stress in der Schule nachließ, konnte ich darüber schon klarer denken.
Als ich dann wieder öfter was mit Freunden unternommen habe und öfter mein Leben genossen habe.


Ich bin jedenfalls zu dem Schluss gekommen, dass man selbst dafür verantwortlich ist, ob sein Leben schön ist.
Ich glaube... es gibt kein schönes Leben, das nur von äußeren Faktoren bestimmt ist. Man kann nicht einfach sagen: Ja, hier bitte, wenn ein Mensch als Popstar und mit Geld auf die Welt gekommen ist, dann hat der Mensch ein schönes Leben.
Nein, ich glaube, es hängt vor allem von sich selbst ab.
Ob man sein Leben positiv oder negativ sieht.
Wenn man es selbst schön sieht, dann wird es irgendwann vielleicht auch richtig schön, einfach wenn man sich genügend anstrengt, sein Leben lebt und versucht das Beste draus zu machen.
Es gibt so viele Menschen auf der Welt, die depressiv sind, die in ihrem Leben keinen Sinn mehr sehen, die hungern, um hübscher aus zu sehen, aber dadurch auch nicht glücklicher werden.
Vielleicht gibt es Dinge in seinem Leben, die man anders haben möchte. Wenn man das möchte, dann sollte man versuchen dies zu erreichen, da bin ich nicht dagegen. Aber wenn man sich in seinem Leid verkriecht, niemanden an sich heranlässt und selbst für sich erklärt, dass man nicht mehr zu retten ist... dann macht man irgendetwas falsch.
Jeder darf mal traurig sein, das gehört zum Leben. Jeder darf mal an sich selbst meckern, sein Leben für kurze Zeit hassen. Aber man sollte wieder aus seinem Leid alleine herausfinden. Denn so schnell hilft einem da keiner! Vor allem nicht so, wie man selbst sich das vielleicht in diesem Moment vorstellt.
Ich gehöre zu denen, die schnell traurig und unzufrieden werden. Aber ich versuche mich immer wieder mit aller Gewalt dagegen zu wehren, und wenn man einfach versucht glücklich zu werden, dann wird man auch irgendwann Glücklich!
Man muss einfach versuchen was aus seinem Leben zu machen, und dann wird das schon. Und das Wichtigste ist, dass man viel mit Freunden macht, mit Leuten, die einen mögen und verstehen. Wenn man Spaß hat im Leben, dann ist alles viel einfacher.
Und wenn man irgendetwas hasst oder irgendjemanden. Dann soll man demjenigen einfach aus dem Weg gehen, oder sich jemanden suchen, den man mehr mag und dann kommt man irgendwann mit den anderen auch wieder zurecht.
Schön und hässlich und doof sind keine Tatsachen. Das sind Einstellungen. Und Einstellungen kann man immer ändern.
Generell ist das ganze Leben von Einstellungen geprägt. Klar gibt es Umstände, die das Leben schlecht werden lassen können. Da gebe ich dann zu, ist es schwierig ein richtig schönes Leben zu haben. Aber wenn man den Willen hat, dann kann man auch diese Umstände ändern.
Es ist alles Möglich.



Letztens hat jemand zu mir gesagt: "ich hab was gegen diese Leute, die ihr Leben doof finden, obwohl sie eigentlich ein schönes Leben haben." Es war an mich gerichtet. Indirekt.
Ich will eigentlich nicht zugeben, dass er vollkommen Recht hat, weil ich zu stolz dafür bin. Aber ich hab darüber nachgedacht, über seine Worte. Und mir ist klar geworden, dass er Recht hat. Es ist verdammt sinnlos und scheiße, sein Leben nicht zu mögen, wenn man eigentlich alle Voraussetzungen für ein schönes Leben hat. Nur das Schöne in seinem Leben einfach nicht sieht.


Montag, 25. März 2013

Immer weiter


(Vom Poetry-Slam workshop ;D ) 

Geboren werden. Im Kindergarten sein. Von vielen verachtet, von vielen geliebt.
Weiter geht’s in der Grundschule, immer brav lächeln und weiter gehen ins Gymnasium. Jugendweihe, Klassenfahrten, Fahrschule, Feiern.
Dann das Studium. 

Immer weiter die Straße hinauf,
Fuß vor Fuß,
immer weiter die Straße hinauf.
Käse kaufen.
Nix besonderes.
Laden ist oben.
Immer weiter die Straße hinauf.
Nicht zur Seite schauen.
Nur nach vorne.
Immer nur nach vorne.

Keine Ideen fürs Leben
Keine Ideen für den Job
Keine Ideen für die Ziele
Keine Ideen für den Text

Endlich im Laden.
Endlich oben.
Doch was ist das Nächste?
Käse kaufen!
Wo ist der Käse?
Weiter in den Laden.
Käse suchen.
Käse finden.
Einkaufen.
Immer weiter einkaufen.

Keine Ideen fürs Leben.
Keine Ideen für den Job.
Keine Ideen für die Ziele.
Keine Ideen für den Text.

Schlechte Noten schon in der Grundschule. Fast durchgefallen im Gymnasium. Das einzige was man kann sind die Zeichnungen auf den Heftern.
Von niemandem geachtet, von vielen gemobbt.
Jetzt das Studium...
Doch das einzige was man kann sind die Zeichnungen auf den Heftern.

Immer weiter die Straße hinunter.
Fuß vor Fuß.
Immer weiter die Straße hinunter.
Nach Hause gehen.
Nix besonderes.
Haus ist unten.
Immer weiter die Straße hinunter.
Nicht zur Seite schauen.
Nur nach vorne.
Immer nur nach vorne.

Das Leben geht immer weiter, irgendwann wird es aufhören.
Das ist eine Tatsache, die jeder weiß, jeder versteht, jeder kennt. 
Doch was viele nicht wissen, ist, was sie später machen wollen, wo sie hingehen wollen, was sie erreichen wollen.
Jeder Mensch kann was anderes,  sonst wär die Gesellschaft kaputt.
Doch was kann ein Mensch schon?
Rechnen, Schwimmen, Schreiben, Vortragen, Singen, Tanzen, Geografie, Geschichte, Ethik.
Haare waschen, Müll rausbringen, Nägel lackieren, Schuhe gestalten, Wirtschaftswesen kapieren, Sozialleistungen erbringen, Häuser bauen, Bäume pflanzen, Rennen, Springen, Werfen, Fotos schießen., Menschen verarzten, Tiere verarzten, Medikamente erforschen, Computer installieren, Wände anstreichen,
Scheiße labern!
Doch wieso ist tanzen besser als Müll rausbringen?
Und Ethik besser als Tanzen?
Und Wirtschaftswesen besser als Ethik?
Okay... Das kann man sich ja erklären.
Weil die Menschheit mies, ungerecht und unethisch ist.
So ist das.
Nicht anders.

Immer weiter das Leben entlang.
Fuß vor Fuß.
Immer weiter das Leben entlang.
Weiter gehen.
Nix besonderes.
Erfolg ist oben.
Immer weiter das Leben hinauf.
Nicht zur Seite schauen.
Nur nach vorne.
Immer weiter nach vorne.

Keine Ideen fürs Leben.
Keine Ideen für den Job.
Keine Ideen für die Ziele.
Keine Ideen für den Text.

Käse kaufen.

Mittwoch, 20. Februar 2013

Ferien

Okay... ich hab beschlossen nach ewigen Wochen mal wieder einen Post zu schreiben.
(Für alle, die daran gezweifelt haben, dass ich überhaupt noch schreibe: Jap, tatsächlich :DD )
Da es mir irgendwie an Ideen gefehlt hat, hab ich beschlossen meinen Post "Ferien" zu nennen. Das war das erste Wort, das mir durch den Kopf gefahren ist.
Es ist schon um 11. Aber da ich morgen sowieso nicht früh raus muss, weil sich meine Freundin nicht mit mir treffen darf (ich bin ihren Eltern bestimmt zu gangster), hab ich echt kein schlechtes Gewissen. Es sind schließlich... wait for it.... whats the best word of the world...?... Ferien!
Wieso ist Ferien eigentlich Plural? Die Ferien... Voll komisch. Es gibt doch gar kein Singular Wort dazu... Na ja, wahrscheinlich weil Ferien mehrere Tage einschließen.
Nee. Kann nicht sein. Denn: DER Urlaub. Hä?
Na ja, deutsche Sprache, schwere Sprache.
Okay... wer meinen Blog bisher gelesen hat, fragt sich bestimmt jetzt: Was zur Hölle...? So kenn ich sie gar nicht?
Na ja, habt schon Recht.. vielleicht lösch ich den Post gleich wieder. Aber ich hab Bock zu labern, und da ich meine Freunde nicht mit dem Mist zudecken will, post ich das mal. Da kann jeder selbst entscheiden, das zu lesen.
Alsoo... Ferien.
Mit Ferien ist bei mir nie Stress verbunden. Dann eher Langeweile... Aber die Ferien sind ganz schön. Es ist Winter und dadurch kann man viel Ski fahren. Ich liebe Ski fahren. Es ist eine der Sportarten, auf die ich immer Lust habe.
Seit ich 5 bin fahr ich Langlauf. Zwar kann man Langlauf echt überall fahren, aber ich fahre NUR Langlauf. Inzwischen will ich echt mal was anderes ausprobieren. Irgendwie Abfahrt oder so ;)
Es ist echt schön, Ski zu fahren. Mit dem Auto 1 1/2 Stunden in den Thüringer Wald rein.
Dann aussteigen, Ski fahren. Für mindestens 6 Stunden weg sein.
Weg von allen Problemen, von der Schule, von sich selbst.
Traurig nur, wenn man dann wieder nachhause kommt. Sich selbst wieder im Spiegel sieht, mit der Freundin chattet, die schon alles für die Schule gemacht hat, nur man selbst noch nicht, gerufen wird, um im Haushalt mitzuhelfen.
Traurig, wenn einem der Alltag so wieder einholt.
Wenn so alle Probleme wieder auf einen einprasseln. Und statt dass man sich an die Probleme setzt, wie Hausaufgaben, setzt man sich dann vor seinen Computer, chattet oder schreibt irgendeinen sinnlosen Scheiß. Normalerweise bin ich echt nicht so der Typ, der einfach Mist schreibt. Vor allem nicht für die Öffentlichkeit.
Na ja, kann den Post ja wieder löschen^^
Ich liebe es wegzufahren. Ich komm dann immer mit lauter Vorhaben wieder. Inzwischen hab ich nen riesigen Berg Vorhaben, der bestimmt schon meine Zimmerdecke erreichen würde, wenn ich alle so aufeinander stapeln müsste.
Wer jetzt denkt, ich wäre ehrgeizig... Nicht wirklich. Ich nehme mir nur viel vor. Unter anderem nehme ich mir vor, meine Vorhaben mal wirklich in die Tat umzusetzen.
Aber dazu bräuchte ich Zeit. Und Lust. Hab ich beides nicht.