Montag, 12. November 2012
Wieso zögerst du?
Du stehst vor der Klasse, jeder schaut dich an.
Du stotterst.
Du redest deinen Text, doch du weißt, dass das doof klingt.
Jemand fragt dich etwas.
Du öffnest den Mund.
Bringst kein Wort heraus.
Dein Herz pocht dir bis in den Hals.
Doch du sagst nichts.
Du hast Angst, etwas Falsches zu sagen.
Du zögerst.
Zögerst lange.
Und tust nichts.
Du stehst auf dem 10 Meter Turm.
Unter dir kristallklares Wasser.
Vor dir der Abgrund.
Hinter dir Menschenmassen.
Du schluckst.
Du hast Angst.
Du gehst in die Knie.
Stehst wieder auf.
Gehst einen Schritt nach vorne.
Du zögerst.
Zögerst lange.
Und tust nichts.
Er steht vor dir.
Ganz nah bei dir.
Du kannst ihn fast riechen.
Du bist aufgeregt.
Das ist deine Chance.
Er hat dich noch nicht bemerkt.
Du willst ihn ansprechen.
Du willst mit ihm Reden.
Du willst sein Gesicht sehen.
Du zögerst.
Zögerst lange.
Und tust nichts.
Du willst ja sagen.
Du willst sagen, dass du das wirklich willst.
Du willst mitgehen.
Doch du bist dir nicht sicher.
Du starrst ihn an.
Du weißt, was du haben könntest.
Doch du bist dir nicht sicher.
Du bist kurz davor ja zu sagen.
Du bist total durchwühlt.
Du zögerst.
Zögerst lange.
Und tust nichts.
Und danach fragst du dich immer wieder:
Wieso hab ich gezögert?
Wieso nur?
Versuche über deinen Schatten zu springen.
Überleg einfach nicht.
Tu es.
Du wirst es nicht bereuen.
Antworte einfach. Tu es einfach. Denk nicht mehr nach.
Spring einfach. Tu es einfach. Denk nicht mehr nach.
Sprich ihn an. Tu es einfach. Denk nicht mehr nach.
Sag einfach ja. Tu es einfach. Denk nicht mehr nach!
Du zögerst.
Zögerst lange.
Und tust nichts.
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so hammer. du schreibtalentiertes kind :))
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